Modernisierung
Modernisierung einer bestehenden Anlage nach den neuesten Standards
Bei guter Wartung sind Heißwasserkesselanlagen häufig ≥ 30 Jahre zuverlässig in Betrieb. Durch die technische Weiterentwicklung von Steuerungs-, Verbrennungs- und Wärmerückgewinnungstechnik gibt es bei nahezu allen Heißwasserkesselanlagen, die älter als 15 Jahre sind, einen Bedarf zur Anlagenmodernisierung:
- Anlagen- und Kesselkomponenten (z.B. drehzahlgeregelte Feuerungsgebläse und Pumpen, O2- und CO-geregelte Feuerungen, NOx-reduzierte Feuerungen, Wärmerückgewinnungseinrichtungen wie Brennwertwärmetauscher)
- Regelungs-, Steuerungs- und Überwachungstechnik (z.B. Sensorik, speicherprogrammierbare Steuerungen, Regelungs- und Überwachungslogiken, Leit- und Fernwirktechnik, Sicherheitstechnik)
Zusätzlicher Modernisierungsbedarf entsteht durch die Steigerung von Anforderungen in den nachfolgenden Bereichen:
- Umweltschutz
- Anlageneffizienz
- Vorschriften und Gesetze (z. B. Emissionen von Feuerungsanlagen, Pflicht zu Energiemanagement bzw. -audits)
Zudem entwickeln sich auch Betriebe und deren Verbraucher im Laufe der Zeit stark weiter, sodass die heutige Fahrweise der Kesselanlagen meist weit von der ursprünglichen Auslegung entfernt ist. Laut einer Untersuchung des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) ist im Bereich der Wärme- und Dampferzeugungsanlagen ein erheblicher Modernisierungsstau festzustellen. Mehr als 80 % der Bestandsanlagen in Deutschland werden ineffizient betrieben. Durch geeignete Maßnahmen kann die Energieeffizienz um 20 – 30 % gesteigert werden.
Mit unseren modularen Systemkomponenten lassen sich auch Bestandsanlagen einfach und effizient nachrüsten. In vielen Fällen amortisieren sich die Modernisierungsmaßnahmen schon binnen 1 – 2 Jahren.
Die folgende Tabelle gibt Auskunft, welche Maßnahmen sich besonders zur Nachrüstung eignen, da die Einbindung einfach und ohne große Betriebsunterbrechungen durchführbar ist. Außerdem gibt die Tabelle einen Hinweis darauf, welche Maßnahmen zu welchen Einsparungen führen können. Bei guter Planung können durch die Kombination von Einzelmaßnahmen zusätzliche Synergieeffekte entstehen.
- Sehr einfach: Geringer Planungsaufwand, ohne Änderung der bestehenden Steuerung und meist während des laufenden Betriebs oder mit nur sehr kurzen Betriebsunterbrechungen realisierbar
- Einfach: Mit etwas aufwendigerer Planung, Nachrüstung im Schaltschrank und kurzen Betriebsunterbrechungen realisierbar
- Aufwendig: Mit größeren Umbauarbeiten und Betriebsunterbrechungen realisierbar
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Besonders zur Nachrüstung geeignet |
Einsparpotential |
Aufwand der Umsetzung |
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Ersatz defekter oder fehlender Isolierung (z.B. Armaturen, Revisionsöffnungen) |
3 ... 8 % Brennstoff |
Sehr einfach |
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Erneuerung der Regel- und Sicherheitstechnik |
1 ... 3 % Brennstoff; |
Einfach |
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Brenneraustausch zur Leistungsanpassung |
≤ 8 % Brennstoff |
Einfach |
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Verbrennungsregelung, O2- und CO-Regelung |
≤ 1,0 % Brennstoff |
Einfach |
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Drehzahlsteuerung Gebläse |
≤ 75 % Stromkosten |
Einfach |
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Drehzahlsteuerung Pumpen |
≤ 75 % Stromkosten |
Einfach |
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Automatisierte Zustandsüberwachung und Regleroptimierung |
1 ... 3 % Brennstoff |
Einfach |
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Abgaswärmetauscher |
5 ... 7 % Brennstoff |
Einfach |
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Brennwertwärmetauscher |
5 ... 7 % Brennstoff |
Einfach |
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Umrüstung von Öl- auf Gas-Betrieb, Einsatz von Mehrstofffeuerungen |
≤ 25 % Kosten, |
Aufwendig |
Maßnahmen für Nachrüstungen mit dem jeweiligen Einsparpotential