Pufferspeichereinbindung
Die Einbindung von Pufferspeichern in Heiz- und Heißwasserkessel ist eine wichtige Maßnahme zur Optimierung der Effizienz und Leistungsfähigkeit dieser Systeme. Pufferspeicher dienen als Zwischenspeicher für Energie und helfen dabei, die Wärmeproduktion und den Wärmeverbrauch besser aufeinander abzustimmen. Aufgrund der Komplexität und Variantenvielfalt werden nachfolgend nur Grundlagen beschrieben.
Funktionsweise der Pufferspeicher- Speicherung von überschüssiger Wärme
Pufferspeicher nehmen überschüssige Wärme auf, die von der Heizquelle (z.B. Elektrokessel für Heißwassererzeugung, Solaranlage, BHKW) erzeugt, aber momentan nicht benötigt wird. Diese Wärme kann zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden, wenn der Bedarf höher ist. Gleichzeitig ermöglichen sie bei fossil beheizten Heißwasser- oder Heizkesseln vernünftige Brennerlaufzeiten und verhindern ein unerwünschtes Takten der Feuerung. Speziell bei Power-to-Heat-Anwendungen, bei denen kostenfreier oder kostengünstiger Strom zu variablen Zeiten verfügbar ist, eignen sich Wärmespeicher optimal, um die elektrische Energie effizient und kostengünstig zu nutzen. - Hydraulische Trennung
Pufferspeicher ermöglichen eine hydraulische Trennung zwischen der Wärmeerzeugung und den Wärmeverbrauchern. Dies bedeutet, dass die Wärmeerzeugung unabhängig vom momentanen Wärmebedarf arbeiten kann. - Temperaturschichtung
In einem Pufferspeicher kann sich eine Temperaturschichtung ausbilden. Das bedeutet, dass sich heißes Wasser oben und kälteres Wasser unten befindet. Diese Schichtung erhöht die Effizienz, da das heißeste Wasser immer zuerst entnommen wird.
Einbindung in Heißwasser- und Heizanlagen
- Verbindung zur Wärmequelle Der Pufferspeicher wird direkt mit der Wärmequelle (z.B. Kessel, Solarkollektoren, Wärmepumpe) verbunden. Überschüssige Wärme wird in den Speicher geleitet, wenn sie nicht sofort benötigt wird
- Verbindung zu den Wärmeverbrauchern
Vom Pufferspeicher aus wird das heiße Wasser zu den verschiedenen Wärmeverbrauchern (z.B. Gebäudeheizung, Wärmetauscher, etc.) geleitet. Der Speicher fungiert als Puffer, um eine gleichmäßige und bedarfsgerechte Wärmeversorgung sicherzustellen. - Regelung und Steuerung
Die Einbindung eines Pufferspeichers erfordert eine geeignete Regelung und Steuerung. Sensoren überwachen die Temperatur im Speicher und in den Heizkreisen, um sicherzustellen, dass die Wärme bedarfsgerecht verteilt wird. Bei Bedarf wird Wärme aus dem Speicher entnommen oder zugeführt.
Vorteile von Pufferspeichern
- Erhöhte Effizienz
Durch die Speicherung überschüssiger Wärme kann ein Heißwasser- oder Heizkessel im optimalen Wirkungsgradbereich betrieben werden. Unerwünschtes Takten bei konventionell befeuerten Wärmeerzeugern kann reduziert werden. Beides reduziert den Brennstoffverbrauch und die Betriebskosten. Ein weiterer potenzieller Vorteil bei einem Elektrokessel für Heizwärme und Heißwasser ist die Nutzung von überschüssiger elektrischer Energie, z.B. aus eigener PV Anlage, PPA Verträgen mit dem Netzbetreiber oder der Teilnahme am Spotmarkt. - Flexibilität und Lastmanagement
Pufferspeicher bieten Flexibilität bei der Wärmeversorgung, indem sie Spitzenlasten abfangen und die Wärmeerzeugung und den Wärmeverbrauch entkoppeln. Dies ist besonders nützlich in Systemen mit variabler Wärme- und Brennstoffquelle, wie z.B. Solaranlagen oder elektrische Warm- und Heißwasserkessel. - Geringere Temperaturschwankungen
Eine gleichmäßige Wärmeversorgung verbessert das Systemverhalten, da Temperaturschwankungen reduziert werden. Heißes Wasser steht jederzeit zur Verfügung, auch wenn die Wärmeerzeugung vorübergehend unterbrochen ist. - Schonung der Erzeugerseite Durch die Reduzierung der Ein- und Ausschaltzyklen der Wärmequelle wird deren Lebensdauer verlängert und der Wartungsaufwand verringert.
- Integration erneuerbarer Energien
Pufferspeicher ermöglichen die effiziente Nutzung von unterschiedlichen Energiequellen wie: Elektroheißwassererzeuger, BHKW, Solarthermie und Biomasse, indem sie die erzeugte Wärme speichern und bei Bedarf bereitstellen. - Betriebswirtschaftliche Optimierung
Mit einem intelligenten Energiemanagement kann, je nach Verfügbarkeit und Kosten der Energiequelle (Strom, Biogas, Erdgas, Öl, Abhitze, Wasserstoff) der Wärmebedarf kostenoptimiert gedeckt werden.
Die Einbindung von Pufferspeichern in Heißwasser- und Heizanlagen bietet zahlreiche Vorteile, darunter erhöhte Effizienz, Flexibilität, verbesserten Komfort und die Möglichkeit zur Integration erneuerbarer Energien. Pufferspeicher fungieren als Zwischenspeicher für überschüssige Wärme und ermöglichen eine bessere Abstimmung zwischen Wärmeerzeugung und -verbrauch, was zu einer optimierten und nachhaltigeren Wärmeversorgung führt.
Schema Heißwassersystem mit Pufferspeicher als hydraulische Trennung
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Heißwasserkessel 1 |
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Heißwasserkessel 2 |
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Rücklauf |
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Vorlauf |
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Wärmespeicher als hydraulische Trennung |
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3-Wege-Ventil zur Vorlauftemperaturregelung |
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Netzumwälzpumpen |
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Wärmeverbraucher |
Schema Heißwassersystem mit Elektro-Heißwasserkessel und Wärmespeicher als hydraulische Trennung
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Heißwasserkessel 1 |
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Elektro-Heißwasserkessel 2 |
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Rücklauf |
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Vorlauf |
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Wärmespeicher als hydraulische Trennung |
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3-Wege-Ventil zur Vorlauftemperaturregelung |
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Netzumwälzpumpen |
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Wärmeverbraucher |