Feuerungen für gasförmige Brennstoffe

Erdgas ist heute an den meisten Standorten verfügbar und meist kostengünstiger zu beziehen als Öl. Daher stieg der Anteil an Gasfeuerungen in den letzten Jahren stetig. Trotz der veränderten Situation auf dem Energiemarkt, vor allem im europäischen Raum, ist Erdgas nach wie vor einer der meistgenutzten Brennstoffe.

Info zu Kriterien zur Brennstoffwahl zwischen Heizöl oder Erdgas

Neben dem wirtschaftlichen Vorteil sprechen noch weitere Vorteile für den Brennstoff Gas:
  • Keine Brennstofflagerung
  • Geringere Verschmutzung der Heizflächen
  • Weniger störanfällig
  • Geringerer NOx und CO2 Ausstoß
  • Einfachere Nutzung der Brennwerttechnik
Gasbrenner in Monoblockbauweise (Bild: Dreizler)

Gasbrenner in Monoblockbauweise (Bild: Dreizler)

Gasversorgung
Beispielhafte schematische Darstellung einer Gasfeuerung (Hochdruckversorgung)

Beispielhafte schematische Darstellung einer Gasfeuerung (Hochdruckversorgung)

BRZA-

Flammenüberwachung

FI

Durchflussanzeiger

FI

Druckanzeiger (Manometer)

PZA-

Luftmangelsicherung

PRZA-

Gasmindest­druck­begrenzer

PRZA+

Gasmaximal­druck­begrenzer

TI

Temperaturanzeiger

Sicherheits­absperrventil: Absperrung der Gasversorgung bei Störungen und Not-Aus (Lage außerhalb des Kessel­aufstellraums)

Thermische Absperr­einrichtung: Absperrung der Gasversorgung bei Brand im Kesselhaus

Gasregelmodul

Absperrhahn: Für händische Absperrung

Gasfilter: Schutz der empfindlichen Teile vor Verschmutzung

Gaszählermodul: Gaszähler mit Temperatur- und Druckmessung zur Mengenumrechnung von Betriebs-m3/h in Norm-m3/h

Sicherheits­absperrventil: Verriegelung der Gaszufuhr bei unzulässigem Anstieg des Gasdrucks

Gasdruckregler: Gewährleistet gleichbleibenden Gasdruck für die Verbrennung

Sicherheits­abblaseventil: Spricht bei unzulässigem Überdruck nach dem Gasdruckregler an

Druckanzeige­einrichtung (PI)

Kompensator: Ausgleich der Rohr­leitungsdehnung


Feuerungseinrichtung

Brenner

Gasmindestdruckbegrenzer (PRZA-): Abschaltung der Feuerung, wenn der Gasdruck zu gering ist

Gasmaximaldruckbegrenzer (PRZA+): Abschaltung der Feuerung, wenn der Gasdruck zu hoch ist

Doppelmagnetventil: Doppelte Absperrung der Gasversorgung, wenn der Brenner außer Betrieb ist

Dichtheitskontrolle (PRZA+): Prüfung der Dichtheit der Magnetventile

Gasregelklappe: Regelung der Gasmenge

Flammenüberwachung (BRZA-): schaltet die Feuerung ab, wenn nach einem Anfahrzeitintervall keine stabile Verbrennung im Feuerraum vorhanden ist

Gebläse: Verbrennungs­luftversorgung

Luftmangel­sicherung (PZA-): Abschaltung der Feuerung bei geringem Förderdruck des Verbrennungs­luftgebläses

Luftklappe: Regelung des Brennstoff-Luftverhältnisses

Feuerungs­manager/Brenner-Sicherheitskette

Gasregelmodul GRM
Gasregelmodul

Gasregelmodul

FIDurchflussanzeiger
PIDruckanzeiger (Manometer)
TITemperaturanzeiger
Gasregelmodul Grafik

Gasregelmodul Grafik

Das Gasregelmodul enthält alle Regel- und Sicherheitseinrichtungen, die für den sicheren und störungsfreien Betrieb der Verbrennung notwendig sind. Vor allem Gas- und Luftzufuhr werden über eine elektronische oder pneumatische Verbundregelung so eingestellt, dass in allen Lastpunkten das richtige Brennstoff-/Luftverhältnis für eine vollständige, sichere und effiziente Verbrennung im Brennraum vorhanden ist.

Der Gasdruckregler wird eingebaut, um unabhängig von wechselnden Vordrücken einen gleichbleibenden Gasdruck vor dem Brenner sicherzustellen. Bei Änderung des Gasdrucks würde sich das Gas-/Luftverhältnis am Brenner ändern und als Folge davon kann entweder eine instabile Flamme oder eine stark rußende Verbrennung mit CO-Bildung auftreten. Wenn der abgesicherte Gasvordruck größer sein kann als der zulässige Betriebsüberdruck der Komponenten der Gasstrecke, dann müssen ein Sicherheitsabsperrventil (SAV) und ein Sicherheitsabblaseventil (SBV) vor dem Regler installiert werden.

Die Druckwächter überwachen den minimal und maximal zulässigen Gasdruck. Es darf bei Stillstand oder beim Vorbelüften kein Gas in den Feuerungsraum gelangen, da ansonsten eine Verpuffung erfolgen kann. Aus Sicherheitsgründen sind die Gasmagnetventile doppelt vorhanden und im Brennerablaufprogramm wird vor jedem Brennerstart die Dichtheit der Ventile geprüft (Gasdichtheitskontrolle).