Normnutzungsgrad
Der Normnutzungsgrad nach DIN 4702 Teil 8 wurde eingeführt, um verschiedene Systeme und Anlagen zur Wärmeerzeugung nach genormten Bedingungen vergleichen zu können. Als Maß für die Energieausnutzung eines Heißwasserkessels gibt er an, bis zu welchem Prozentsatz die eingesetzte Energie über das gesamte Jahr in nutzbare Heizwärme umgesetzt wird. Der Definition des Normnutzungsgrades liegen die durchschnittlichen Außentemperaturen und die entsprechenden Wärmebedarfshäufigkeiten in unseren Breiten zugrunde. Dabei arbeitet ein Kessel praktisch nicht im Volllastbereich. Es werden meist nur Teillastleistungen benötigt. Deshalb sind in der Norm für den Normnutzungsgrad fünf Messpunkte zwischen 13 % und 63 % der Nennleistung festgelegt. Die Aufteilung der fünf Messpunkte ist so gewählt, dass jedem Teillastmesspunkt über das Jahr dieselbe Wärmeleistung zugeordnet ist. So wird z.B. bei ca. 5 °C Außentemperatur vom Kessel etwa 30 % der Nennwärmeleistung abgenommen. Der Mittelwert aus diesen Messdaten ergibt den Normnutzungsgrad.
Normnutzungsgrad nach DIN 4702 Teil 8