Wärmeleistung

Die Wärmeleistung beschreibt die übertragene Energiemenge pro Zeiteinheit und stellt die zentrale Größe in der Auslegung von Heißwasser- und Heizsystemen dar. Um die in einem Kessel erzeugte Wärmeleistung oder die an einem Verbraucher benötigte Wärmeleistung zu übertragen, muss ein entsprechender Wassermassen- bzw. -volumenstrom transportiert werden. Dabei erfolgt eine Temperaturänderung an Wärmeerzeuger und -verbraucher. Während die Temperatur am Erzeuger erhöht wird, wird sie beim Verbraucher abgesenkt.

Berechnung

Die Wärmeleistung ist durch den Massenstrom, die spezifische Wärmekapazität und die Temperaturdifferenz z.B. zwischen Vorlauf und Rücklauf definiert.

=
* cp * ∆T

= Wärmeleistung [kW]

= Massenstrom [kg/s]

∆T = TVorlauf –TRücklauf [°C]

cp = spezifische Wärmekapazität

Die spezifische Wärmekapazität für Wasser beträgt bei 20 °C und 5 barü 4,183 [kJ/kgK] und nimmt mit zunehmender Temperatur minimal zu. Diese liegt beispielsweise bei 4,194 [kJ/kgK] für 80 °C und 4,285 [kJ/kgK] für 140 °C. In der Auslegung von Heißwasseranlagen kann ohne großen Fehler mit einer mittleren spezifischen Wärmekapazität von 4,240 [kJ/kg] gerechnet werden.

Berechnung

Da sich der Massenstrom nicht einfach messen lässt, werden der Volumenstrom und die Dichte verwendet.

=
* ρ * cp * ∆T

= Volumenstrom [m³/s]

ρ = Dichte des Mediums [kg/m³]

Die Dichte für Wasser nimmt mit zunehmender Temperatur leicht ab. Bei 5 barü zwischen 943,3 [kg/m³] für 120 °C und 926,2 [kg/m³] für 140 °C.

Für einen optimierten und effizienten Betrieb muss über die Zeit betrachtet ein Gleichgewicht der Wärmeleistung zwischen Erzeuger und Verbraucher bestehen. In der Praxis kommt es jedoch aufgrund unterschiedlicher Anforderungen zu Abweichungen in Volumenstrom und Temperaturdifferenz zwischen Erzeuger- und Verbraucherseite.
Damit diese Unterschiede ausgeglichen werden können, ist der Einsatz verschiedener hydraulischer Entkopplungen sowie intelligenter Regelungen erforderlich.


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