Betriebswirtschaftliche Aspekte
Neben der Versorgungssicherheit sind auch die betriebswirtschaftlichen Aspekte zu betrachten.
So muss in der Planung neben der Maximallast auch die Teillastfähigkeit der Komponenten bei der Leistungsaufteilung berücksichtigt werden. Die kleinste Last der Verbraucher sollte sinnvollerweise weitestgehend mit der Kleinstlast des kleinsten Kessels (Brenners) abgedeckt werden können, um ein Takten des Brenners zu vermeiden.
Das Takten in Kleinlast kann durch den Einsatz eines Wärmespeichers reduziert werden.
Die betriebliche Effizienz in der Prozesssteuerung und bei industriellen Anwendungen war und ist ein wichtiges Ziel für Anlagenbetreiber und Planer. Angesichts steigender Energiekosten und weit verbreiteter Umweltinitiativen rücken Energieeinsparungen in Betrieben immer mehr in den Vordergrund. Die Betreiber stehen vor der Aufgabe, bei verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen, Einsparmöglichkeiten zu finden und gleichzeitig Sicherheit, Qualität, Zuverlässigkeit und die Betriebszeit aufrechtzuerhalten.
Kosten für die Erzeugung von Medien in Hilfskreisläufen sind notwendige Ausgaben, wobei es viele Einsparmöglichkeiten gibt, die dazu beitragen können, die Betriebskosten zu senken und die Umweltschutzziele zu erreichen. Allerdings erfordert ein effizientes Energiemanagement eine genaue Datenerfassung und -analyse. Ohne zuverlässige Messgeräte zur Überwachung der Anlagenprozesse und des Energieverbrauchs ist dies nicht möglich. Anhand der gemessenen Daten kann der Betreiber Richtwerte festlegen, um die Prozesseffizienz zu überwachen, Einsparmöglichkeiten zu ermitteln und den Betrieb zu optimieren.
Es gibt einige Bereiche, in denen Optimierungen möglich sind, zum Beispiel:
- Wärmeverbrauch im Prozess
- Heizprozesse
- Kesselwirkungsgrad
- Anlagenwirkungsgrad
- Möglichst niedrige Vor- und Rücklauftemperaturen
- Möglichst große Temperaturspreizung zwischen Vor- und Rücklauf
In der Industrie und der Nah- und Fernwärme werden große Mengen an Heiß- und Warmwasser benötigt. Da diese Erzeugung hoher Energiemengen bedarf, ist es sinnvoll vorab die Einsparungsmöglichkeiten bzw. eine Verbrauchsreduktion zu prüfen.