Anbindung von elektrisch beheizten Kesseln
Nachfolgend werden die Anforderungen an die Anbindung von elektrisch beheizten Kesseln dargestellt, was für die bauseits vorzubereitenden und durchzuführenden Arbeiten als Hilfestellung dienen soll.
Zugleich stellen diese Punkte die im Bosch Lieferumfang vorhandenen Schnittstellen, soweit nicht auftragsbezogene Abweichungen vereinbart wurden, dar. In Summe gilt: Einzuhalten sind alle relevanten nationalen und lokalen Vorschriften sowie die einschlägigen Normen.
Übersicht Hauptkomponenten
Die Hauptkomponenten der Elektrokesselanlage umfassen den Leistungsschrank, den Kesselsteuerschrank und die Klemmkästen. Jede dieser Komponenten hat spezifische Anforderungen an Abmessungen, Schutzarten und Kurzschlussfestigkeit. Die Schaltschrankbreite variiert je nach Anschlussleistung und Spannung, was bei der Planung berücksichtigt werden muss.
Elektro-Heißwasserkessel ELHB mit Verbindungskabeln zu Leistungsschrank und Kesselsteuerung (schematische Darstellung)
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Elektro-Heißwasserkessel |
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Leistungsschrank |
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Klemmkasten |
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Kesselsteuerung BCO |
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Leistungskabel |
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Verbindung Kessel und Kesselsteuerung |
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Verbindung Kesselsteuerung und Leistungsschrank |
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Einspeisung Leistungsschrank |
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Einspeisung Kesselsteuerung |
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Optional Bosch |
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Bauseits |
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Kabelverbindungen und Dimensionierung
Die Dimensionierung der Kabelverbindungen zwischen den Hauptkomponenten muss bauseits erfolgen und den regional geltenden Vorschriften entsprechen. Es ist wichtig, dass die Kabeltrassen und Kabelkanäle zugelassen und geeignet sind, um Störeinflüsse zu vermeiden. Bei der Verlegung der Kabel müssen die Mindestbiegeradien und Kabelabstände der Kabeltypen beachtet werden, um Beschädigungen zu vermeiden und die Funktionalität sicherzustellen. Die maximale Kabellänge (sofern angegeben) ist zu beachten und die Leitungen sind vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.
Erdung und Potenzialausgleich
Die Erdung und der Potenzialausgleich sind entscheidend, um vor elektrischem Schlag zu schützen und müssen nach IEC 60364-4-41 (Errichten von Niederspannungsanlagen) ausgeführt werden. Die mechanische Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit der Erdungsmaßnahmen müssen sichergestellt sein. Zudem sollte die Verbindung zwischen dem Kessel und dem Grundrahmen über eine leitende Verbindung hergestellt werden, um für die Sicherheit der Kesselanlage ein gleiches Erdpotenzial zu gewährleisten.
Umgebungsbedingungen
Die zulässigen Umgebungstemperaturen für die Installation der Standardausführung der Kesselanlagen sind zwischen +10 °C und +35 °C festgelegt. Bei höheren Temperaturen oder speziellen Anforderungen müssen zusätzliche Maßnahmen, wie die Installation von Klimageräten, in Betracht gezogen werden. Diese Geräte müssen ebenfalls bauseits mit einer separaten Versorgungsspannung ausgestattet werden.
Lastregelung
Die Lastregelung der elektrisch betriebenen Kessel ist so voreingestellt, dass der Lastbereich von 0 bis 100 % in minimal 120 Sekunden hoch- oder abgefahren werden kann. Diese Regelung ist wichtig für den sicheren Betrieb der Kessel. Eine Verkürzung der Lastregelung kann nach Abstimmung mit Bosch projektbezogen realisiert werden. Es ist jedoch zu beachten, dass sicherheitsgerichtete Abschaltungen zu einem schlagartigen Lastabfall führen können, was nicht planbar ist und negative Auswirkungen auf das Versorgungsnetz haben kann.