Optimale Kesselkonstruktion
Eckanker statt Stehbolzen
Bei anderen Kesselkonstruktionen ist die Wendekammer mittels Ankerbolzen am Kesselboden fixiert und es gibt keine beidseitige direkte Verbindung zwischen Flammrohr und Kesselböden. Insbesondere beim Aufheizen des Kessels wirken durch den Temperaturunterschied große Kräfte zwischen dem kalten Kesselkörper und dem warmen Flammrohr. Stehbolzen können diese Kraft nur punktuell übertragen, was ungünstige Spannungsspitzen zur Folge hat.
Weitere Nachteile der Ankerbolzen-Konstruktion sind:
- Ankerbolzen kritisch bei Biegespannungen
- Abreißen von Bolzen, insbesondere bei häufigen Temperaturwechseln
Bei den Industriekesseln von Bosch wurde das Konstruktionsprinzip weiterentwickelt und auf Stehbolzen verzichtet. Das Flammrohr wird an beiden Enden am Kesselkörper verankert und kann auftretende Spannungen gleichmäßig über Kesselböden und Eckanker verteilen. Zur Vermeidung zusätzlicher Wärmeabstrahlungen kommen für den Kesselabschlussstein mehrschichtige Bosch-Verbunddämmstoffe mit besonders hoher Isolationswirkung zum Einsatz. Ein weiterer Vorteil ist die lebenslange Wartungsfreiheit bei ordnungsgemäßer Betriebsweise und Inbetriebnahme. Diese UNIVERSAL UL-S Konstruktion hat sich in weit über 60 Jahren in mehr als 80 000 Kesselanlagen bewährt. Einige der ersten dieser Kessel aus den frühen 1950er Jahren sind nachweislich noch heute in Betrieb.
Durch den symmetrischen Aufbau wird die Belastung beim Herstellprozess und während des Betriebs auf ein Minimum reduziert. Das große Flammrohr und die Anordnung der Rauchrohre ermöglichen eine effiziente Wärmeübertragung bei geringen Emissionen.
Hohe Langlebigkeit
Die konzentrische Anordnung sorgt für eine gleichmäßige Aufheizung auch aus kaltem Zustand und minimiert Spannungen im Kessel. Das angewendete Konstruktionsprinzip ermöglicht einen geringen Wasserinhalt und der Kessel erreicht somit schneller seine Betriebstemperatur.